Bewerbungstipp: Wie man eine relativ schlechte Note umgehen kann

Wenn man zum Vorstellungsgespräch erst einmal eingeladen wird, dann hat man in aller Regel recht gute Karten im Hinblick auf den avisierten Job. Schließlich ist man dann selbst in der Lage, sich durch gute Argumentation, Körpersprache, Empathie und emotionale Intelligenz entsprechend zu verkaufen. Doch häufig kommt man gar nicht in diese komfortable Situation, denn trotz vermeintlich guter Bewerbungsunterlagen erhält man keine Einladung zum Bewerbungsgespräch.

Zumeist ist es die Zeugnisnote, die einem die Eintrittskarte für das Vorstellungsgespräch verwehrt. Denn angesichts der Vielzahl von Bewerbungen, die täglich bei den personalsuchenden Unter­nehmen für einen begehrten Job eingehen, spielen die besonders leicht quan­tifizierbaren Auswahlkriterien wie Abitur- und Examensnoten eine dominierende Rolle. Maßgebend ist hier also der “Tunnelblick” der Personalreferenten auf die Zeug­nisnote. Aber wie kommt dieser Tunnelblick zustande?

Einschlägige Untersuchungen belegen, dass für die Hälfte aller Bewerbungsunterlagen nicht mehr als vier (!) Minuten zur Durchsicht („Screening“) aufgewendet wird. So verwundert es kaum, dass in diesem „Zeitfenster“ eigentlich nur ein Blick auf zwei Eye-Catcher gerichtet werden kann. Und das sind zumeist das Bewerbungsfoto und die Note des Bachelor- und/ oder Masterabschlusses.

Eine bewährte Möglichkeit, die etwas schlechtere Zeugnisnote beim Berufseinstieg zu umgehen, ist die Bewerbung für einen Praktikumsplatz bei der Firma, bei der man später auch gerne arbeiten möchte. Die Bewerbungsanforderungen für ein Praktikum sind in der Regel bei weitem nicht so hoch. Macht man dann eine gute Arbeit, hat man schon einen Fuß in der Tür für den später angepeilten Job. Eine wesentliche Voraussetzung dazu ist die permanente Beziehungs­pfle­ge. Soziale Netze können hier ebenso helfen wie das persönliche Networking.

Entscheidender Ansatzpunkt ist dabei, dass immer mehr Unternehmen ein sogenanntes Referral-Programm unterhalten. Solch ein Empfehlungsprogramm hat nicht nur für das suchende Unternehmen, sondern auch für Sie als Bewerber erhebliche Vorteile.

Unter einem Referral-Programm sind Personalbeschaffungsmaßnahmen zu verstehen, bei denen die Mitarbeiter des eigenen Unternehmens gebeten werden, interessante Kandidaten (z.B. aus ihrem Bekannten- oder Freundeskreis) für bestimmte Positionen vorzuschlagen. Nach erfolgreichem Ablauf der Probezeit des Kandidaten erhält der Mitarbeiter, der den Kandidaten (also beispielsweise Sie) vorgeschlagen hat, eine entsprechende Prämie.

Gute Unternehmen decken bis zu 20 Prozent ihres Personalbedarfs mit Referral-Program­men ab. Mittlerweile ist das Referral – also Mitarbeiter werben Mitarbeiter – der am dritthäufigsten genutzte Recruiting-Kanal. So gaben 47 Prozent von 997 befragten Führungskräften an, Mitarbeiter auch über Referral-Programme zu rekrutieren (siehe Abbildung).

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