High Potential oder „normaler“ Mitarbeiter mit gutem Sachverstand – wen stellen Sie ein?

Es ist sicherlich legitim, dass jedes Unternehmen möglichst nur die Besten, also die sogenannten High Potentials einstellen möchte. Doch wer sind die Besten? Und vor allem: Wer sind die Besten für das jeweilige Unternehmen? Und schließlich: Wozu braucht man High Potentials überhaupt?

Manchmal kann man die High Potentials mit den Condottieri*, den italienischen Söldnerführern des späten Mittelalters, vergleichen. Diese wechselten oft die Seiten für bessere Bezahlung und dies nicht nur vor, sondern sogar mitten in der Schlacht. Aufgrund ihres Einflusses, ihrer Macht und sicherlich auch aufgrund ihres Könnens begannen sie, ihren Arbeitgebern die Bedingungen zu diktieren – waren aber dennoch enorm begehrt und in den Augen der jeweiligen Fürsten unverzichtbar.

Soweit wollen wir hier nicht gehen, aber es ist kein Geheimnis, dass manche High Potentials Akzeptanzprobleme bei „normalen“ Kollegen und eine “spezielle” Persönlichkeit haben. Dafür benötigen sie eine besondere Führung, um voll motiviert zu sein. Vor allem wechseln sie aber schnell zum Konkurrenten, wenn dieser ihnen ein besseres finanzielles Angebot macht.

Was ist besser für das Unternehmen? Ein loyaler, motivierter Mitarbeiter mit gutem Sachverstand oder ein High Potential mit Esprit und pfiffigen Ideen, der aber ob seiner geringen emotionalen Bindung ständig mit den Hufen scharrt und dem das nächste attraktive Angebot eines Headhunters herzlich willkommen ist.

Auf die Meinung insbesondere der beratenden Zunft und der Recruiting-Teams von Großkonzernen bin ich gespannt.

Zur Vertiefung hier.

* Francesco Sforza, Cesare Borgia und Giovanni de Medici sind die bekanntesten Condottieri.

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