Beratung auf dem schwierigen Weg zur Digitalisierung

Sind unsere Unternehmenslenker mit der Digitalisierung überfordert? Es scheint so, denn jedes vierte deutsche Unternehmen verzichtet laut Bitkom auf eine Digitalstrategie. Also besteht hier ein weites Feld für unsere Unternehmensberater. Aus Sicht der Beratung hat die digitale Transformation aber nicht nur kundenseitige Perspektiven. Auch Unternehmensberatungen selbst stehen vor der Herausforderung, das eigene Geschäftsmodell zu überdenken.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen Chancen digitalisierter Beratungsansätze genutzt werden. Durch virtualisierte Prozesse, durch ein digital ergänztes Leistungsportfolio und durch angepasste Organisationsstrukturen können Kostensenkungspotenziale freigesetzt werden. Kundenanforderungen lassen sich besser abdecken und gleichzeitig die Work-Life-Balance von Mitarbeitern verbessern (Stichwort: Homeoffice).

Digitalisierung darf also nicht nur als Beratungsprodukt oder Beratungsgegenstand gesehen werden. Es muss auch betrachtet werden, ob und wie Beratung selber digitalisiert werden kann. Somit ergeben sich drei Perspektiven einer Unternehmensberatung auf die Digitalisierung:

In der ersten Perspektive wird die Digitalisierung „nur“ als Beratungsgegenstand oder Beratungsprodukt gesehen. Gemeint ist ausschließlich die Kundenorientierung wie z.B. die Erstellung einer Digitalisierungsstrategie im Rahmen eines Kundenprojekts.

Die zweite Perspektive sieht die Möglichkeiten der Digitalisierung als einen pragmatischen Weg, um die eigene Beratungseffizienz zu steigern. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Videokonferenzen anstelle von Präsenzmeetings.

In der dritten Perspektive betrachtet der Berater die Digitalisierung als Vorstufe zu einer signifikanten Veränderung des eigenen Geschäftsmodells. Ein naheliegendes Beispiel ist der Ersatz von menschlicher durch computerisierte Arbeitsleistung. „Wenn man also statt „Digitalisierung“ von „Automatisierung“ sprechen würde – wenn die Kerngeschäftstätigkeit von Beratungen also vollautomatisch ablaufen würde? Dann wäre das „People Business“ in seinen Grundfesten erschüttert und auf den Kopf gestellt, da keine „People“ mehr „Business“ machen würden!“ [Thomas Deelmann]

Doch welche Schritte unternehmen Consulting-Firmen selbst, um die Digitalisierung für Ihr eigenes Geschäft zu nutzen? Welcher Beratertyp dominiert derzeit die Beratungslandschaft? Ist es eher noch der klassische Face-to-Face-Berater oder hat sich bereits der Digital Enthusiast durchgesetzt? Die Antwort ist ebenso wenig überraschend wie eindeutig. Der klassische Face-to-Face-Berater beherrscht nach wie vor das Beratungsgeschehen (siehe Abbildung).

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