Kann sich jeder ‚Studierende mit LinkedIn-Account‘ auch Berater nennen?

Ja, er kann. Und zwar zum Beispiel als ‚Berater für Webdesign im Weinbau‘. Warum auch nicht? Es gibt schließlich auch Berater für Ehevorbereitung, Berater für Findungsprozesse, Berater für Deutschen Wein, Abfallberater, Berater für Altersfragen oder Berater für Pferdefütterungsmanagement – um nur einige der über 2.500 Beraterprofile zu nennen. Warum ist das so?

Ganz einfach: Weil die Berufsbezeichnung Berater gesetzlich nicht geschützt ist. Ist das schlimm? Nein, denn Beratung ist in erster Linie ein Vertrauensgeschäft und all die Schwarzen Schafe, die schnell Kasse machen wollen, merken sehr schnell, dass Unternehmensberater werden nicht schwer, sein aber schon ist.

Übrigens ist auch das englische Äquivalent für Beratung, nämlich Consulting ebenfalls nicht geschützt. In diesen Sektor gehören insbesondere auch die Unternehmensberatung, das Management Consulting und die IT-Beratung, die zusammen die Beratungsbranche ausmachen. Und genau diese Branche hat sich in den letzten 40 Jahren entwickelt wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig – und das augenscheinlich mit höchster Professionalität! Ihr Einfluss strahlt in alle Wirtschaftsbereiche aus. Sie wächst deutlich schneller als das Sozialprodukt. Der wesentliche Grund ist der ständige wirtschaftliche, gesellschaftliche und technologische Wandel, mit dem sich Unternehmen konfrontiert sehen und zu dessen erfolgreicher Bewältigung sie sich externes Wissen ins Haus holen.

Doch ist es das Wissen allein, das die Kundenunternehmen nicht haben und es daher bei den Unternehmensberatungen einkaufen? Was ist überhaupt die Aufgabe der Unternehmensberatungen? Was ist ihre Existenzberechtigung? Welche (volkswirtschaftliche) Funktion hat eigentlich die Beratungsbranche?

Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, dann schauen Sie ganz einfach in dieses Buch hinein.

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