Selbstmarketing ist auch immer Selbsterkenntnis

Marketing ist umfassender als „Werbung“ oder etwa „Verkauf“. Auch Ihr persönliches Marketing ist mehr als nur „Werbung“ oder „Verkauf“ Ihrer eigenen Person. Ihr Selbstmarketing heißt sichtbar werden und sollte aufzeigen, wofür Sie eigentlich stehen.

Zwei Personengruppen sind es, für die sich Selbstmarketing – manche sagen auch Personenmarketing – ganz besonders eignet.

Zum einen sind es Personen, die mit ihrem Beruf oder ihrem beruflichen Umfeld nicht oder nicht vollständig zufrieden sind. Sie denken nach einer bestimmten Verweildauer in einer Branche oder in einem Unternehmen über einen Arbeitgeberwechsel oder zumindest über eine Neupositionierung im jetzigen Unternehmen nach. Diese Personen stehen am Scheideweg: Aussitzen oder verändern? Wenn Sie zu dieser Personengruppe gehören, dann stehen vor der Frage, ob Sie Ihre berufliche Gegenwart und Zukunft stärker in die Hand nehmen wollen als bisher? Anzeichen für Ihre Unzufriedenheit können sein:

  • Sie haben keinen richtigen Ansprechpartner für Ihre Probleme im Unternehmen. Ihre aktuelle berufliche Situation nervt Sie.
  • Sie denken immer häufiger über einen möglichen Arbeitgeberwechsel nach. Sie träumen von mehr Erfüllung im Job.

Die zweite große Gruppe sind Berufseinsteiger, die als Hochschulabsolventen ihren Karriereweg strukturiert, bewusst und selbstbestimmt gehen möchten. Allerdings können sie häufig ihre Eignungen, Neigungen und Fähigkeiten dazu nicht oder nicht richtig einschätzen. Um sich beruflich zu orientieren, haben Sie sich (häufig) für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften entschieden und können sich nun nicht für den richtigen Beruf entscheiden. Für diese Gruppe der Berufsanfänger können folgende Fragen von entscheidender Bedeutung sein:

  • In welcher Branche, in welchem Funktionsbereich will ich tätig werden? Hat die Branche oder der Funktionsbereich ein höheres Gewicht bei der Berufswahl?
  • Wie wichtig ist die Abschlusszensur? Welche Rolle spielen Sprachkenntnisse? Welche Rolle spielen Praktika? Wie wichtig sind Auslandsaufenthalte?

Ich weiß nicht, zu welcher Gruppe Sie persönlich gehören. Doch letztlich geht es beim Selbst- oder Personenmarketing immer um Wettbewerbsvorteile. Um diese erzielen zu können, versprechen zwei Wege den größten Erfolg:

Erstens: Sie machen Dinge anders als andere.

Zweitens: Sie machen ähnliche Dinge anders als andere.

Um den für Sie erfolgreichen Weg zu finden, ist es sinnvoll, mit dem Segmentieren Ihrer Fähigkeiten zu beginnen. „Segmentierung“ klingt zweifellos ein wenig hochtrabend, trifft es aber im Kern. Denn Sie wollen ja nicht alle Ihre Fähigkeiten kommunizieren, sondern nur jene, von denen Sie sich auch einen Wettbewerbsvorteil – zum Beispiel gegenüber anderen Bewerbern – versprechen.

Sie wollen auch nur jene Kompetenzen anbieten oder gegebenenfalls ausbauen, die für den (potenziellen) Arbeitgeber interessant sind.

  • Was ist meine Eignung? Was kann ich besonders gut?
  • Was beherrsche ich besser als andere? Was sind meine Kompetenzen?

Dahinter steht die fundamentale Frage: Wer bin ich?  Konkret heißt dies:

  • Welche Werte charakterisieren mich? (Ehrlichkeit, Offenheit, Risikobereitschaft, …)
  • Welche Persönlichkeitsmerkmale kennzeichnen mich? (initiativ, stetig, dominant, …)
  • Wie gehe ich Aufgaben an? (intuitiv, strukturiert, analytisch, …)
  • Wofür werde ich gelobt? (fachliches, strukturelles, technisches Verständnis, …)
  • Wofür bekomme ich Komplimente? (respektvoller, zurückhaltender, offener Umgang, …)
  • Mit wem kommuniziere ich am liebsten und mit wem arbeite ich gerne zusammen? (mit der Technik, mit dem Marketing, mit internationalen Kollegen, …)
  • Wer versteht mich am besten? (Arbeitskollegen, Freunde, Lebenspartner, …)
  • Was sind meine fachlichen Kernkompetenzen?

Ebenso wichtig wie die Fragen zu Ihrer spezifischen Eignung sind die Fragen und Antworten zu Ihrer besonderen Neigung:

  • Was ist meine Neigung? Was mache ich besonders gerne? Denn: Was man gerne macht, macht man auch besonders gut.
  • Und vielleicht: Was ist meine (eigentliche) Berufung? Habe ich vielleicht sogar eine Mission?

Vision und Mission sind für nachhaltig erfolgreiche Unternehmen eine Grundvoraussetzung. Und zunehmend auch für Menschen …

Auf all diese Fragen sollten Sie sich eine ehrliche Antwort geben. Vielleicht steht auch Ihr Partner bzw. Ihre Partnerin zum Sparring für die eine oder andere Frage zur Verfügung.

Wenn Sie das Thema interessiert, dann sollten Sie hier unbedingt einen Blick hineinwerfen:


  

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