Was die neue Generation von ihrem Arbeitgeber wirklich will

Was früher der Firmenwagen war, ist heute der Überstundenausgleich. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie zur Generation Z und deren Wunsch-Arbeitgeberleistungen.

Doch beginnen wir von vorne: Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte („War for Talents“) ist eine der größten Herausforderungen für unsere Unternehmen. Um hier erfolgreich zu sein, müssen Arbeitgeber wissen, welche Leistungen für diese Zielgruppe wirklich wichtig sind. Nun ist aber zu bedenken, dass sich solche Leistungen nach Generationen bzw. Lebensphasen dieser Zielgruppe unterscheiden. Ein 45jähriger Familienvater mit drei Kindern wird sich sicherlich andere Arbeitgeberleistungen wünschen, als eine 23jährige ledige Hochschulabsolventin mit Masterabschluss.

Anmerkung: Wenn hier von Arbeitgeberleistungen die Rede ist, dann handelt es sich um zusätzliche Dienst- oder Sachleistungen, die weder die fixe und variable Vergütung noch die gesetzlichen und tariflichen Sozialleistungen betreffen. Es geht vielmehr um Firmenwagen, Laptops, individuelle Urlaubsregelungen, Aktien-Optionsprogramme oder Ähnliches.

Wenn man also in Betracht zieht, dass gewünschte Arbeitgeberleistungen nicht für alle gleich attraktiv sind, sondern sich vorwiegend nach Generationen und nach Lebensphasen unterscheiden, dann ist es gut zu wissen, welche Arbeitgeberleistungen von den einzelnen Generationen präferiert werden. Für die Generation Z – also die Geburtsjahrgänge ab 1995 – gibt es eine eindeutige Rangfolge darüber, welche Leistungen für sie attraktiv sind. Die in der Abbildung gezeigte Rangliste ist ein Ergebnis der bundesweiten Studienreihe Generationenkompass 2020.

Die Rangfolge dürfte das konservative Personalmanagement durchaus überraschen. War es früher der Firmenwagen, der als Attraktion kaum zu überbieten war, so liegt heute der Überstundenausgleich mit großem Abstand an erster Stelle, gefolgt von flexiblen Arbeitszeiten und betrieblicher Altersvorsorge. Es handelt sich also um Arbeitgeberleistungen, die früher in bestimmten Branchen tabu waren (z.B. in der Unternehmensberatung) oder überhaupt nicht kommuniziert wurden, weil sie als selbstverständlich erschienen. So wird die freie Internetnutzung von kaum einem Arbeitgeber explizit nach außen kommuniziert, obwohl sie für 43 Prozent der Generation Z ein „Must-have“ ist.

Würde die Rangfolge für unseren 43jährigen Familienvater genauso aussehen? Vermutlich nicht! Das liegt ganz offensichtlich daran, dass jede Generation ihre eigenen Ansprüche an Arbeitgeber stellt.

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