Wer führt das Entlassungsgespräch? Führungskraft oder Personalmanagement?

Entlassungsgespräche gehen unter die Haut – nicht nur für Arbeitnehmer, sondern auch für Arbeitgeber. Im Rahmen von Entlassungen erleiden beide Seiten in aller Regel materielle und/oder ideelle Schäden. So geht mit der Kündigung eines Mitarbeiters wertvolles Know-how verloren, das bei einem Wiederanstieg des Personalbedarfs durch aufwendige Beschaffungs- und Entwicklungsmaßnahmen neu erworben werden muss. Auch kann ein unfair geführter Freistellungsprozess zu einer nicht unbeachtlichen Rufschädigung für den Arbeitgeber führen. Daher sollten Entlassungsgespräche fair, aufrichtig und ohne geliehene Autorität geführt werden.

Hierzu drei Thesen:

  1. These: Viele Vorgesetzte, die Entlassungen vornehmen, delegieren das Entlassungsgespräch dann an das Personalmanagement.
  2. These: Die Führungskraft sollte hier Verantwortung übernehmen und das Entlassungsgespräch mit der Intension führen, dass ihr Gegenüber das Gesicht nicht verliert.
  3. These: Das Entlassungsgespräch sollte von der Führungskraft geführt werden, das Austrittsinterview (Exit Interview) dagegen vom Personalmanagement.

Wie ist Ihre Meinung hierzu? Ist es die vornehmste Pflicht einer Führungskraft, solche nicht ganz einfachen Gespräche selbst zu führen oder gehört es zum selbstverständlichen Repertoire des Personalmanagements?

Vertiefende Informationen hier: https://lnkd.in/dXiNpSY und https://lnkd.in/dFZuHv3

2 Kommentare

  1. Ich tendiere zur dritten These. Ich lebe es bei mir im Betrieb so, dass die Führungskraft und ein Personaler das Entlassungsgespräch gemeinsam führen (4-Augen Prinzip und so ist einer dabei, der arbeitsrechtlich geschult ist, was soziale Rechtfertigung von Kündigungen betrifft…)

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